Samstag, 20. Mai 2017

Sagen die Dächer





Tapfer sind die Dächer. Tapfer aus vielhundert kleinen Schindeln  -  so alt und geballt aufeinander manchmal, dass ein Dach sich wie ein müder Rücken biegen will. Und hält doch aus, lange, lange, seit dem Mittelalter, der Zeit nach dem großen Stadtbrand oder der Gründerzeit. Über rissigen Wänden oder frisch pastellfarbenen. Oft über einer Denkmalschutzplakette. Nicht selten über blinden Fenstern.


Schneepelzen trotzen die Dächer, Frostmonate lang bis ins Frühjahr. Dann zügigem Regen-Sonne-Wechsel. Und Wochen der Hitze im Sommer. Vögel mit ihnen, je nach Saison, und Kirchenglocken, ausdauernd auch am Samstagmittag.

Und oftmals mit, oder unter ihnen die Denkmalschutzplaketten: bescheiden, ordentlich, zahlreich, erst Recht vielleicht übersehen, wie Heimkinder mit guten Zeugnissen.

Und noch andere Stimmen dringen hervor unter den Dächern. Welche... viele... welche...


Multilingualität? Kennen die Dächer Jahrhunderte, bevor das Wort existiert.


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Donnerstag, 18. Mai 2017

Gebetee und Zwiefachseh


Danke, Ka, gute Fee. 

Foto: mijloc, Zeitung Buna Ziua Brasov, 17.5.17
Nicht zu vergessen deinen Bekannten, den Tee. 
Danke für warmes Lesepublikums-Interesse. Danke für gut passende Musik. 



Danke für Pressekonferenz-Interesse nicht nur deutsch-, sondern auch rumänischsprachiger hiesiger Medien. Die Zeitung Buna Ziua Brasov hat berichtet. 
Auch der Fernsehsender Radioteleviziunea Transilvania (rtt Brasov); und fortschrittlich parkt er seine Nachrichtenjournale auf youtube. 

Dass mit der Stadtschreiberin keine Chronistin im wissenschaftlich-historisch-korrekten Sinn sich in der Stadt der hohen Hoftore umsieht, wurde der nachfragenden Presse zum Beispiel erklärt. Und sonst? 

Über tägliches Beeindrucktsein durch die nahen Berge lächeln Kronstädter eher. Nicht geäußert hat die freischwebende Chronistin dagegen einen anderen, intensiven ersten Eindruck der Stadt: wie sehr die eben sie selbst ist, eine Stadt. -  Voller Traditionen und aneinandergeduckter historischer Häuser. Aber auch voll von Leben und kreativer Urbanität.  
























Also hier, KaFee, für dich noch ein Opfer, Gedicht oder Gebet. 

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Dienstag, 16. Mai 2017

Ka, gute Fee



Sowieso wird eine Stadtschreiberin recht offiziell erst im Tagesverlauf beginnen zu existieren. Ab 11 Uhr durch eine Pressekonferenz und ab 17 Uhr durch eine Lesung.




KaFee sei mit ihr, und euch.
Eine gute Fee, gewiss.




C  Çağrı Tașkın (TR), abgefilmt im Café tipografia, Kronstadt, am 14.5.17

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Montag, 15. Mai 2017

Pflaster


Nötig zu sagen, dass alle Bilder im Stadtschreiberinnentagebuch (wenn nicht anders bezeichnet) aus der selben Hand stammen und vom selben städtischen Pflaster? 

Von einem, das weniger holprig als der Anschein sein kann. Von einem, das starke Wurzeln kennt und stolze Kronen, und gekappte Äste auch. (Weiß schon das Wappen.) 

Manches steht Kopf, oder scheint nur so. 

Perspektiven, Winkel, Höfe und Wege sind zahlreich.  

Da will sich orientiert werden, zunächst. Will gesammelt werden und gelernt. Damit dann (literarische) Früchte der Arbeit auch Reife und Nährwert und Charakter haben, neben interessanten Farben.   


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Sonntag, 14. Mai 2017

Mannamia


Gern? I wo. Übers Wetter sprechen ist wie Pi-, äh, Wasserlassen. Keiner ist stolz drauf, aber doch... es geht nicht ohne. Schon gar nicht an einem Sonntag, der, in ganz Europa wohl, so bis zur Nasenspitz im Regenwasser sitzt. Deshalb: Ermutigung.

Nr. 1


Passendes Werkzeug  -  sinnvoller als Pralinen. Wenn selbst der Wurm das so sieht...  


Nr. 2   

Europatagsermutigung trotz Regen (Video zum Anklicken!)


Nr. 3























& 4



Sonnen(uhr), Musik und Blumen für die Mütter! Nicht nur im Herzen von Rumänien, Siebenbürgen, und dem Hof der romanischen Kirche St. Bartholomä. 



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Samstag, 13. Mai 2017

Wo überhaupt?



Wo, oh (Marko)? 
Hohe Tore, Landmaschinen, Service und Geräthe, wo? 

















In der Mitte Rumäniens (ziemlich genau). 





















Auch wenn das nicht immer klar scheint.























Oder doch? 

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Donnerstag, 11. Mai 2017

Nun da, eu hier (Teil 2)


Vielleicht haben sie sich geschüttelt, nachts, die Nachbarberge. Die Wolken jedenfalls, die ihnen um die Stirn hingen, sind weg. Verschwunden, gestern ziemlich und heute ganz.
Und vorher, als Himmel und Berge noch die enorme, feuchtgraue Perücke trugen?



Kleidsam eigentlich, die nahen Wolkenfransen. Beweisen, schüchtern oder verwegen oder dramatisch, dass die Berge nicht der Stadt Hollywood gehören. Trotz grüner Höhe und weißer Schrift. (Die sicher noch ihren Auftritt haben wird. Dieses Mal nur Nebendarstellerin am Gipfel rechts.)  

Und wovor nun haben die Berge sich am 9. Mai versteckt?
Dachten sie, eine Leiche würde in einen Teppich gerollt? 


Dabei musste nur ein Wasserfall in einen Rucksack. Ein faltbarer Fall mit gelben Sternen: Die Flagge, die vorher für den Europatag von der Brüstung des Alten Rathauses hing. Sehr europäisch, vollgesogen und schwer. 

Wo findet man Platz, eine der weltgrößten Fahnen zum Trocknen auszubreiten? 
   
Vor allem, wenn alles draußen unglaublich nass ist? - In einer Kirche! Einer, so ehrwürdig, dass schon viele Öfen in ihr Wärme spenden sollten. 
St. Bartholomae, die älteste Kirche der alten `Stadt unter der Zinne´. (Und Sitz einer der beiden deutschen  - siebenbürgisch sächsischen -  evangelischen Gemeinden der Stadt.)  

Teppich also, eingeflogen, unter Teppichen. 
Nasse Zudecke Here, Now. 






















Von höchster Hand beschützt, vielleicht.


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